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Der Kultur darf die Frequenz nicht abgeschaltet werden

Der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin, kündigt für die kommende Landtagssitzung einen Dringlichkeitsantrag seiner Fraktion an, wonach die Landesregierung aufgefordert wird, der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung im Bundesrat nicht zuzustimmen. 

„Die Bundesregierung plant, den Frequenzbereich für den Betrieb von Funkmikrofonen zu streichen, ohne der Kultur- und Unterhaltungsbranche ein alternatives Frequenzband zur Verfügung zu stellen“, sagte Koplin. Betroffen seien nicht nur Sprech- und Musiktheater sowie Open-Air-Veranstaltungen, sondern auch Universitäten, Messebetriebe und viele Großveranstaltungen im Kultur- und Sportbereich. 

„Vertreter der Kulturbranche befürchten massive Kosten für neue Geräte und erforderliche Umbauten an Theatern und anderen Veranstaltungsräumen, die von den Kommunen und den Theatern nicht geschultert werden können“, sagte Koplin. Nach Schätzungen von Experten würden auf die Kulturbranche durch die neue Frequenzverteilung insgesamt Kosten in Höhe von vielen Millionen zukommen. „Allein die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg -Neustrelitz rechnet mit einem Investitionsbedarf in Höhe von 300 000 Euro“, so Koplin. Zudem sei der ungestörte Ablauf von Veranstaltungen ab 2011 nicht mehr gewährleistet. „Der Bundesrat muss die geplante Verordnung ablehnen, bis ein adäquater Ersatzfrequenzbereich für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung steht“, betonte Koplin.