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Tag der Menschen mit Behinderungen wird endlich eingeführt

Zum heutigen Beschluss des Landtags, einen Tag der Menschen mit Behinderungen in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft zu etablieren, erklärt behindertenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Es ist gut, dass bei den Regierungsfraktionen ein Umdenken eingesetzt hat und endlich ein Beschluss des Landtags zustande gekommen ist. Mehrere Initiativen wurden in der Vergangenheit abgelehnt, weil sie von der Linksfraktion kamen.

Es wäre auch nicht zu vermitteln gewesen, jetzt eine Verfassungsänderung mit dem Ziel der Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen auf den Weg zu bringen und gleichzeitig die Durchführung eines solchen Tages abzulehnen. Bereits der erste Tag für Menschen mit Behinderungen im Oktober  2010 brachte den klaren Willen der Beteiligten zum Ausdruck, einen solchen Tag dauerhaft zu etablieren.

Nun kommt es darauf an, mit allen Interessierten, den Betroffenenverbänden, dem Integrationsförderrat und der Landtagsverwaltung sowie dem Bürger- und Behindertenbeauftragten des Landes die Umsetzung zu beraten und zu verwirklichen. Die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft darf nicht nur auf dem Papier ein erklärtes Ziel sein, sondern muss Lebenswirklichkeit werden.“

Hintergrund: Die Bevölkerungsgruppe der Menschen mit Behinderungen umfasst in Mecklenburg-Vorpommern 355 000 Frauen und Männer sowie Kinder und Jugendliche.

218 000 von ihnen gelten als schwerbehindert. Die Zahl der Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis stieg von 1997 bis zum Jahr 2015 von 130 000 auf 180 000, Männer und Frauen sind in etwa gleichermaßen betroffen.